Ein lang ersehnter Anruf kam heute von der Flugschule Nürnberg und mein Tag war gerettet. Mein Lightness 3 Liegegurtzeug in Größe L von Advance wurde heute endlich geliefert. Als Rettungsschirm kommt eine nagelneue Companion SQR120 Kappe zum "hoffentlich keinem" Einsatz.
Mit meinen 1,92 m Körpergröße und ca. 92 kg Trockengewicht, hat das Liegegurtzeug mit den Standardeinstellungen mir auf Anhieb gepasst. Und zwar so gut, dass man meinen könnte, es wurde extra für mich konzipiert. Die Sitz- bzw. Liegequalität ist ausgezeichnet. Ich könnte stundenlang in dieser Hängematte Zeit verbringen. Das Cockpit sitzt perfekt, ganz anders als bei er Konkurrenz. Es gibt sogar einen Windschild für die kälteren Tage.
Das Rückenfach könnte für mein Gschmackl etwas größer sein. Im Vergleich zu meinem Sitzgurtzeug Success 4 ist es eine deutliche Verkleinerung. Allerdings besitzt der Lightness 3 ein zusätzliches Staufach von 6 Litern unter der Sitzfläche im fast idealen Schwerpunkt des Piloten. Hier werde ich noch testen, was genau man in dem unteren Staufach alles verstecken kann. Im Idealfall kann man hier den mitgelieferten Rucksack "Lightpack 3" unterbringen.
Das Lightpack 3 ist ebenfalls sehr gut verarbeitet, aber ich muss trotzdem etwas kritisieren. Die Größe mit 91 Litern Packvolumen ist mir persönlich zu klein. Ich benutze einen normalen und keinen leichten Schirm. Ich bekomme nur mit roher Gewalt den Alpha 6 (28) in das Lightpack 3 samt Lightness 3, Companion SQR120 und etwas Flugequipment wie Helm, Vario, Funk usw. unter. Es ergibt ein Bild einer Presswurst eben. Dieser LIGHT-Wahn geht mir persönlich zu weit. 5 bis 10 Liter mehr Volumen hätten sicherlich nicht geschadet.
So jetzt muss noch das passende Flugwetter für den FIRST FLIGHT her!
Mittlerweile konnte ich mit dem Liegegurtzeug ein paar Stunden in der Luft verbringen. Von reinem Abgleiter bis zu kleinen Strecken mit teils turbulenter Thermik war alles dabei.
Im Vorfeld habe ich immer öfters gehört, dass es eine gewisse Zeit dauern wird, bis man sich von Sitz- auf Liegegurtzeug umgewöhnt hat. Meine ersten Flüge waren an der Winde und gleich mit thermischer Einlage. Hier muss ich teilweise recht geben, dass das Fluggefühl im Liegegurtzeug ein anderes ist. Aber ich habe mich seit der ersten Minute in der Luft im Liegegurtzeug sehr wohlgefühlt. In der Thermik find ich das Handling und Feedback von der Kappe deutlich besser als mit meinem SUCCESS 4 Sitzgurtzeug. Das Lightness 3 wirkt nicht so nervös und auch nicht zu gedämpft wie ich mir das anfangs noch gedacht habe. Für mich genau richtig. Sollte es mal so richtig bockig werden, dann ziehe ich einfach meine langen Beine ein. Sieht von außen bestimmt schrecklich aus, aber es hilft sofort mehr Stabilität in die Kappe zu bekommen. Beim starken Seitenwind hat man durch den Beinsack ebenfalls mehr Angriffsfläche und man muss deutlich mehr mit Körperverlagerung dagegen arbeiten. Windschild habe ich zwar oft mitgenommen, aber bis heute nicht damit geflogen. Das werde ich definitiv demnächst nachholen, alleine schon aus Eigeninteresse über mögliche positive bzw. negative Effekte.
Mittlerweile bin ich mit dem Lightness 3 Liegegurtzeug von Advance knapp zwei Jahre intensiv geflogen. Darunter waren auch ein paar Windenschleppflüge und einige Hike&Fly´s dabei. Seit dem Kauf habe ich mein Access 4 Sitzgurtzeug nur ein paar Mal benutz. Und das auch nur, damit das Sitzgurtzeug zu Hause eine Daseinsberechtigung hat.
Den Umstieg von Sitz- auf Liegegurtzeug habe ich nach exakt zwei Jahren Flugerfahrung, inklusive A- und B-Schein und einem erfolgreichen Sicherheitstraining gewagt. Die Umgewöhnung auf das veränderte Fluggefühl habe ich innerhalb ein paar Flüge vollendet. Wohlgefühlt habe ich mich eigentlich ab der ersten Flugminute. Bereut habe ich es seit dem Umstieg keine einzige Minute!
Das Lightness 3 ist einfach ein Traum. Es gibt im Internet viele positive Berichte zum Liegegurtzeug, und sie stimmen ALLE!
Aber zwei Sachen stören mich weiterhin gewaltig:
So jetzt muss noch das passende Flugwetter für den FIRST FLIGHT her!
Nachtrag - Mai 2020
Im Vorfeld habe ich immer öfters gehört, dass es eine gewisse Zeit dauern wird, bis man sich von Sitz- auf Liegegurtzeug umgewöhnt hat. Meine ersten Flüge waren an der Winde und gleich mit thermischer Einlage. Hier muss ich teilweise recht geben, dass das Fluggefühl im Liegegurtzeug ein anderes ist. Aber ich habe mich seit der ersten Minute in der Luft im Liegegurtzeug sehr wohlgefühlt. In der Thermik find ich das Handling und Feedback von der Kappe deutlich besser als mit meinem SUCCESS 4 Sitzgurtzeug. Das Lightness 3 wirkt nicht so nervös und auch nicht zu gedämpft wie ich mir das anfangs noch gedacht habe. Für mich genau richtig. Sollte es mal so richtig bockig werden, dann ziehe ich einfach meine langen Beine ein. Sieht von außen bestimmt schrecklich aus, aber es hilft sofort mehr Stabilität in die Kappe zu bekommen. Beim starken Seitenwind hat man durch den Beinsack ebenfalls mehr Angriffsfläche und man muss deutlich mehr mit Körperverlagerung dagegen arbeiten. Windschild habe ich zwar oft mitgenommen, aber bis heute nicht damit geflogen. Das werde ich definitiv demnächst nachholen, alleine schon aus Eigeninteresse über mögliche positive bzw. negative Effekte.
Nachtrag - Dezember 2020
Den Umstieg von Sitz- auf Liegegurtzeug habe ich nach exakt zwei Jahren Flugerfahrung, inklusive A- und B-Schein und einem erfolgreichen Sicherheitstraining gewagt. Die Umgewöhnung auf das veränderte Fluggefühl habe ich innerhalb ein paar Flüge vollendet. Wohlgefühlt habe ich mich eigentlich ab der ersten Flugminute. Bereut habe ich es seit dem Umstieg keine einzige Minute!
Das Lightness 3 ist einfach ein Traum. Es gibt im Internet viele positive Berichte zum Liegegurtzeug, und sie stimmen ALLE!
Aber zwei Sachen stören mich weiterhin gewaltig:
- Mein Liegegurtzeug hat die Größe L und somit liegt der größte LIGHTPACK 3 als Rucksack bei. Der Rucksack ist einfach zu klein. Hier wären einfach 10 bis 15 Liter mehr Volumen vollkommen ausreichend, um den Rucksack ohne umständliche Würgakrobatik packen zu müssen. Nicht Jeder fliegt einen Leichtschirm! Ich ärgere mich jedes einzige Mal darüber. Beim Lightweight Wahnsinn hat man hier an der falschen Stelle gespart.
- Das Rückenfach vom Liegegurtzeug ist ebenfalls zu klein. Hier wäre eine Volumenvergrößerung von nur 5 bis 10 Liter vollkommend ausreichend. Warum man auch hier ein paar Gramm Stoff eingespart hat, ist mir bei sonst so einem gelungen Produkt, unverständlich.
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Equipment


