Ein herbstlicher Hike&Fly an der Kampenwand

Es ist wieder November, die Tage werden deutlich kürzer und auch kühler. An diesem Wochenende setzte sich ein kleines Hochdruckwetter über Europa durch. Leider steht die Sonne zu dieser Jahreszeit schon tief und die Sonneneinstrahlung ist somit sehr schwach. An Thermikfliegen ist nicht zu denken, aber ein herbstlicher Hike&Fly am Sonntag hatte auch seinen eigenen Reiz.
Da wir wegen Corona Beschränkungen nicht mehr nach Österreich einreisen dürfen, fiel die Wahl auf die berühmte Kampenwand in den Chiemgauer Alpen.
Gestartet um 09 Uhr morgens, bei erfrischenden Temperaturen, dauerte mein 900 Höhenmeter Aufstieg knappe 3 Stunden. Ärgerlicherweise wurde ich durch eine alte Knieverletzung zu unplanmäßigen Zwischenstopps gezwungen. Die Aufstiegsstrecke zum Startplatz ist durchaus gut ausgebaut und von der Steigung auch für Anfänger gut geeignet. Wanderstöcke werden hier nicht benötigt. Außer man hat ein kaputtes Kniegelenk.

Hat man erst einmal die untere Waldpassage geschafft, welche sich besonders zu dieser Jahreszeit in voller Farbenpracht präsentiert, wird man mit einer Weitsicht ins Flachland belohnt. Am Fuße der Kampenwand erhält man den herrlichen Anblick auf Chiemsee.
Der obere Startplatz befindet sich etwas östlich von der Bergbahn und reicht locker für drei ausgelegte Gleitschirme aus. Der Wind sollte den Startplatz von vorne anströmen, sonst besteht die Gefahr im Lee zu starten.

Ich durfte wieder einmal bei meiner Lieblingsdisziplin (bei absoluter Windstille) starten. Immer wieder schön spannend. Der Flug war wie erwartet ruhig, entspannend und unfassbare 10 Minuten lang. Zugegeben, besser nur 10 Minuten in der Luft, als überhaupt nicht… 😉

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