Das Toplanden mit einem Gleitschirm stellt eine besonders anspruchsvolle Disziplin dar und gehört zur hohen Kunst des Gleitschirmfliegens. Es erfordert absolute Gerätebeherrschung, fundierte Kenntnisse des Geländes sowie ein präzises Verständnis der Strömungssituation im Landebereich. Diese Technik sollte ausschließlich von Piloten mit ausreichender Flugerfahrung geübt werden, da das Toplanden im absoluten Grenzbereich stattfindet.
Ich betrachte mich selbst als einen eher vorsichtigen Piloten, vielleicht sogar manchmal zu vorsichtig – und das ist für mich in Ordnung. Ich nehme mir einfach etwas mehr Zeit, um mich neuen fliegerischen Herausforderungen anzunähern. Nun war jedoch der perfekte Moment gekommen, das Toplanden auszuprobieren. Und welcher Ort eignet sich dafür besser als das Unterberghorn bei Kössen? Ich weiß, es ist eine rhetorische Frage. Natürlich gibt es auch andere Fluggebiete wie zum Beispiel Meduno in Norditalien, wo man das Toplanden gut üben kann. Aber für mich ist das Unterberghorn bei Kössen so etwas wie mein Hausberg, und die Topografie ist wirklich ideal, um dieses Manöver zu üben.
Bei einem nördlichen bis nordöstlichen Wind halte ich den Berg ideal für die ersten Einschlagversuche 😎. Beim letzten Flug des Tages habe ich mich entschieden, den Startplatz zu überhöhen und oberhalb des offiziellen Startplatzes auf der Nordflanke versuchen zu landen. An diesem Tag war das keine große Raketenwissenschaft, denn es ging praktisch überall hoch. Einfach überall! Außerdem gab es genug Piloten, welche ebenfalls in regelmäßigen Abständen oben gelandet sind.
Ich kann nur bestätigen, dass der Ratschlag, die Landewiese etwas zu niedrig anzusteuern, wirklich hilfreich war. Genau diesem Tipp bin ich gefolgt, und es hat bereits beim ersten Anflug perfekt funktioniert. Es mag in Kössen vielleicht nichts Besonderes sein, aber ich habe mich gefühlt wie ein kleines Kind, dem ein Meisterstück gelungen ist. Ich bin der Überzeugung, dass es wichtig ist, nicht um jeden Preis landen zu wollen oder zu müssen, wenn man etwas zu hoch ist. Immer cool und rational bleiben. Das Risiko, den Schirm beim Überbremsen in Bodennähe abzureißen, ist einfach zu groß. Man sollte nichts erzwingen – schließlich handelt es sich nur um ein Hobby, und übrigens, ein wirklich saugeiles Hobby!
Perfekter Übungsberg für Toplandungen
vonGene
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