Endlich! Ich habe es geschafft, das legendäre Fluggebiet im Zillertal nicht mehr nur von unten anzustarren, sondern tatsächlich von oben zu erkunden. Spoiler vorab: Es war ein Abenteuer, bei dem mein Adrenalinspiegel und mein gesunder Menschenverstand mehr als einmal heftig miteinander diskutiert haben.
Mein Einstieg ins Zillertaler Flugglück sollte der Penken sein, passenderweise während des Zillertaler Testivals. Das Wetter an diesem Tag? Sagen wir... suboptimal. Wind von der Seite, Wind von hinten – eigentlich die perfekte Einladung, um gemütlich ein Kaltgetränk zu schlürfen.
Das hielt die Masse aber nicht davon ab, sich todesmutig den Hang hinunterzustürzen. Anders konnte man dieses Spektakel beim besten Willen nicht nennen. Aber gut, das Ego fliegt schließlich mit und jeder muss die eigenen Grenzen selbst setzen. Ich entschied mich für die Variante „lebender Feigling“ und wartete am Rand der Veranstaltung so lange, bis der Wind ein Einsehen mit mir hatte und wieder von vorne kam.
Der Startplatz am Penken ist zwar kein Fußballfeld, aber bei passendem Wind absolut machbar. Die Thermik an meinem Premierentag war allerdings... speziell. Zerrissen, bockig und verdammt ungemütlich. Da es mein allererster Flug in diesem Gebiet war, wollte ich die Sache eigentlich entspannt angehen lassen. Woher sollte ich auch wissen, dass Petrus für den Rest meines Urlaubs den Schleudergang gebucht hatte? Man kennt das ja aus der Theorie: Das Tal verengt sich bei Mayrhofen, die Luft muss da durch, die Strömungsgeschwindigkeit steigt (Venturi-Effekt lässt grüßen). Soweit die schlaue Strömungslehre. In der Praxis habe ich diesen berüchtigten Talwind dann aber doch dezent unterschätzt. Es hatte durchaus einen hohen Unterhaltungswert (zumindest von oben), als ich andere Piloten dabei beobachtete, wie sie elegant den Rückwärtsgang einlegten. Wenn dir der Boden plötzlich entgegenkommt, obwohl du eigentlich nach vorne fliegst, überdenkst du kurz deine Lebensentscheidungen. Mein Fazit zum Penken: Für Acro-Freaks, die dank der Bergbahn mehrmals am Tag hochballern wollen, ist das ein Traum. Und der Panoramablick rüber zum Ahorn ist wirklich Postkarten-Kitsch pur. Mein persönlicher Favorit ist er trotzdem nicht geworden. Es blieb bei diesem einen, einzigen Start.
Beim Melchboden sah die Welt schon ganz anders aus. Dieser Berg hat einfach eine magische Atmosphäre, die mich sofort an Greifenburg erinnert hat. Dank der perfekten Ost-Ausrichtung können Streckenjäger hier schon fast vor dem Frühstück raus. Die logistische Frage „Wie komme ich hoch?“ lässt sich beim Melchboden auf zwei Arten beantworten: Entweder mit dem eigenen Auto oder mit dem Linienbus 8340. Ich entschied mich für den Bus. Kostenpunkt: 7,70 Euro. Fahrzeit: knackige 50 bis 55 Minuten. Ein mulmiges Gefühl in den engen Serpentinen der Zillertaler Höhenstraße gibt es völlig gratis dazu. Achterbahnfahren ist ein Dreck dagegen. Oben angekommen teilt man sich den riesigen Startplatz friedlich mit den Drachenfliegern. Platzangst muss hier niemand haben. Und das Beste: Der erste Thermikeinstieg wartet direkt links vom Startplatz. Wenn man es erst einmal geschafft hat, die Höhenstraße zu überhöhen, ist der „Aufzug“ bis zur Basis fast schon garantiert.
Da ich meinen Pfingsturlaub natürlich offiziell mit der Familie verbracht habe, stand das Fliegen – hust – selbstverständlich nicht im Vordergrund. Zumindest habe ich das so verkauft. Mein genialer Plan: Ich nehme einfach jeden Morgen den ersten Bus um 09:45 Uhr, um den Familienfrieden nicht zu gefährden. Das Problem? Die Luft im Zillertal kennt um diese Uhrzeit keinen sanften Guten-Morgen-Modus. Es war bereits um diese Zeit thermisch und turbulent ohne Ende. Zur Mittagszeit saß ich also meistens schon wieder mit leicht zittrigen Knien, aber pünktlich zum Mittagessen, am Boden. Eine schmerzhafte Erkenntnis: Vom sicheren Boden aus sah die Luft am späten Nachmittag super soft und tiefenentspannt aus. Ich hätte diese sanfte Abendthermik wirklich gerne erforscht. Aber hey: Man braucht schließlich Gründe, um wiederzukommen! Zillertal, wir sehen uns wieder. Das nächste Mal vielleicht mit etwas weniger Rückwärtsflug.
Der Startplatz am Penken ist zwar kein Fußballfeld, aber bei passendem Wind absolut machbar. Die Thermik an meinem Premierentag war allerdings... speziell. Zerrissen, bockig und verdammt ungemütlich. Da es mein allererster Flug in diesem Gebiet war, wollte ich die Sache eigentlich entspannt angehen lassen. Woher sollte ich auch wissen, dass Petrus für den Rest meines Urlaubs den Schleudergang gebucht hatte? Man kennt das ja aus der Theorie: Das Tal verengt sich bei Mayrhofen, die Luft muss da durch, die Strömungsgeschwindigkeit steigt (Venturi-Effekt lässt grüßen). Soweit die schlaue Strömungslehre. In der Praxis habe ich diesen berüchtigten Talwind dann aber doch dezent unterschätzt. Es hatte durchaus einen hohen Unterhaltungswert (zumindest von oben), als ich andere Piloten dabei beobachtete, wie sie elegant den Rückwärtsgang einlegten. Wenn dir der Boden plötzlich entgegenkommt, obwohl du eigentlich nach vorne fliegst, überdenkst du kurz deine Lebensentscheidungen. Mein Fazit zum Penken: Für Acro-Freaks, die dank der Bergbahn mehrmals am Tag hochballern wollen, ist das ein Traum. Und der Panoramablick rüber zum Ahorn ist wirklich Postkarten-Kitsch pur. Mein persönlicher Favorit ist er trotzdem nicht geworden. Es blieb bei diesem einen, einzigen Start.
Beim Melchboden sah die Welt schon ganz anders aus. Dieser Berg hat einfach eine magische Atmosphäre, die mich sofort an Greifenburg erinnert hat. Dank der perfekten Ost-Ausrichtung können Streckenjäger hier schon fast vor dem Frühstück raus. Die logistische Frage „Wie komme ich hoch?“ lässt sich beim Melchboden auf zwei Arten beantworten: Entweder mit dem eigenen Auto oder mit dem Linienbus 8340. Ich entschied mich für den Bus. Kostenpunkt: 7,70 Euro. Fahrzeit: knackige 50 bis 55 Minuten. Ein mulmiges Gefühl in den engen Serpentinen der Zillertaler Höhenstraße gibt es völlig gratis dazu. Achterbahnfahren ist ein Dreck dagegen. Oben angekommen teilt man sich den riesigen Startplatz friedlich mit den Drachenfliegern. Platzangst muss hier niemand haben. Und das Beste: Der erste Thermikeinstieg wartet direkt links vom Startplatz. Wenn man es erst einmal geschafft hat, die Höhenstraße zu überhöhen, ist der „Aufzug“ bis zur Basis fast schon garantiert.
Da ich meinen Pfingsturlaub natürlich offiziell mit der Familie verbracht habe, stand das Fliegen – hust – selbstverständlich nicht im Vordergrund. Zumindest habe ich das so verkauft. Mein genialer Plan: Ich nehme einfach jeden Morgen den ersten Bus um 09:45 Uhr, um den Familienfrieden nicht zu gefährden. Das Problem? Die Luft im Zillertal kennt um diese Uhrzeit keinen sanften Guten-Morgen-Modus. Es war bereits um diese Zeit thermisch und turbulent ohne Ende. Zur Mittagszeit saß ich also meistens schon wieder mit leicht zittrigen Knien, aber pünktlich zum Mittagessen, am Boden. Eine schmerzhafte Erkenntnis: Vom sicheren Boden aus sah die Luft am späten Nachmittag super soft und tiefenentspannt aus. Ich hätte diese sanfte Abendthermik wirklich gerne erforscht. Aber hey: Man braucht schließlich Gründe, um wiederzukommen! Zillertal, wir sehen uns wieder. Das nächste Mal vielleicht mit etwas weniger Rückwärtsflug.





