Etwas Höhenluft in Oberemmendorf

Erster Urlaubstag in diesem Jahr, an dem der Hausbau Sendepause hat! Stattdessen ist heute Fliegen angesagt. Bei den Wetterprognosen entscheide ich mich gegen die Alpen und fahre stattdessen nach Oberemmendorf. Das ist das am weitesten entfernte Fluggelände unseres Vereins (sagenhafte 36 km) – und aus irgendeinem Grund bin ich dort noch nie geflogen. Aber das soll sich heute endlich ändern.

Die Prognosen sind vielversprechend: Starke, hohe Thermik und guter Wind aus Nordwest. Um 10 Uhr stehe ich bereits am Startplatz. Wie sich herausstellt, war ich nicht der Einzige mit der Idee, sich für heute freizunehmen.

Allerdings hält sich der Wind nicht ganz an den Wetterbericht. Er ist eher pulsierend aktiv – entweder pfeift er kurz ordentlich rein oder schläft komplett ein. Wir mussten also erst einmal auf bessere Windbedingungen warten. Sonst steht man schneller wieder am Boden, als man schauen kann, und hat am Ende nur Starten und Landen geübt.


Die Masse an Piloten musste sich also schubweise in die Luft bewegen: Am Startplatz anstellen, auf den passenden Zyklus warten, rausstarten und hoffen, dass man direkt Anschluss an die Thermik findet. Es ist mal wieder ein reines Glücksspiel, ob die Reise nach oben oder nach unten geht.

Als ich schließlich rausgehe, kann ich mich recht schnell über die Baumkronen retten und sofort in den Bart eindrehen. Mensch, habe ich das Fliegen vermisst! Beim Thermikkurbeln wurde mir das erst so richtig bewusst. Durch den Hausbau liegt mein Fokus aktuell auf völlig anderen Dingen. Da stellt man sich im Vorfeld schon das eine oder andere Mal die Frage, ob einem das Fliegen noch dasselbe gibt wie am Anfang. Die Antwort heute: Auf jeden Fall!

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