Ich muss zugeben, der Zeitpunkt war nicht optimal für ein spontanes Flugwochenende in Stubaital, aber zwischen den ständigen Krankenhausaufenthalten meiner Frau, hoher Arbeitslast und Kinderbetreuung, hat mir das Wochenende in Stubaital verdammt gutgetan. Endlich zwei Tage nur für mich alleine. Es ist ein egoistischer Gedanke, aber manchmal muss man einfach auch nur an sich selbst denken.
Das Wetter war bis zum bevorstehenden Wochenende alles andere als gut und wir waren wirklich skeptisch, ob die Wettervorhersage für das kommende Wochenende wirklich zutrifft. Wir haben trotzdem das Risiko auf uns genommen und sind nach Neustift in Stubai gefahren. Die erste Übernachtung im Zelt war ehrlich gesagt auch eine recht zapfige Angelegenheit. Aber das sonnige Wochenende hat mich die nächtlichen Strapazen schnell vergessen lassen.
Ich war bereits das zweite Mal in Stubaital. Das erste Mal bin ich allerdings nicht geflogen. Damals war die Luft zu labil geschichtet und nichts für Anfänger wie mich. Die wenigen Paraglider in der Luft wurden regelrecht nach oben gesogen, ohne merkliche Vorwärtsfahrt zu machen. Bomben-Thermik würde ich sagen. 😳
Die Landschaft in Stubaital ist unfassbar schön und das hat mich so beeindruckt, dass ich unbedingt zum Fliegen wieder kommen wollte. Jetzt war es so weit. Vor allem die malerische grüne Oase im Endanflug hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Unfassbar schönes Stück Paradies. Ich habe stets die letzten paar hundert Höhenmeter so intensiv wie noch nie genossen und die ganze farbliche Pracht regelrecht mit den Augen aufgesaugt. Meistens bin ich bei weniger als 200 m AGL (zum Landeplatz) mental schon im Lande-Modus, da der Flug dem Ende neigt. Nicht in Stubaital. Hier sind Genussmomente bis zur letzten Sekunde garantiert. Einmal über den Gipfel aufgedreht, sieht die Landschaft komplett anders aus. Geschuldet durch eine höhere Lage und durch den noch vorhandenen Gletscher ist das Landschaftsbild genau das Gegenteil vom Tal. Die Landschaft ist geprägt vom hochalpinen Gelände. Vielleicht macht genau diese Abwechslung das Fluggebiet für viele Piloten auch so reizvoll. Mir gefällt es! Das Wochenende mit gutem Flugwetter haben natürlich auch viele anderen Piloten genutzt, um nach Stubai zu kommen. In der Luft beim Kurbeln musste man stark aufpassen. Immer wieder gab es vereinzelte Piloten, die kreuz und quer geflogen sind. Unfassbar wie rücksichtslos einzelne Menschen doch sind. Am Sonntag war das für mich der Grund wieder aus dem schönen Thermikbart auszusteigen und wieder zu landen. Entweder sind die Leute nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Flugregeln „Thermikkreisenden muss man immer ausweichen“, „alle drehen in die gleiche Richtung wie der erste Thermik-Pilot“, oder die Leute sind nicht im VFR, sondern im anspruchsvollen IFR Modus unterwegs. So ein Vario mit buntem Bildschirm ist ja auch viel interessanter als die Aussicht in Flugrichtung. Ich hoffe nur, dass es nicht zu solchen massenhaften Ego-Aktionen wie bereits im Straßenverkehr kommt. Wir befinden uns mit dem Gleitschirm in der dritten Dimension. Da gibt es keinen Blechschaden. Nach dem Zusammenstoß interessiert sich keiner dafür wer im Recht war und wer nicht. Man kann nicht schnell abbremsen und rechts ran fahren, um den Blutdruck wieder zu senken. Bei uns stürzt man nach einer Kollision einfach ab!
Leider habe ich dieses Ego-Verhalten schon öfters angetroffen, meistens dort wo das Fluggebiet von Gleichgesinnten stark frequentiert ist. Egal ob in Deutschland, Österreich oder Frankreich. Ein Fehler kann natürlich jedem Piloten passieren und man übersieht schnell jemanden neben, unter oder auch über sich. Vor allem in einem größeren Pulk wo viele Piloten kreuz und quer fliegen. „Wer wahr bitte hier der bzw. die erste Thermikkreisende?“ Oder man schätzt die Situation ganz falsch ein. Auch mir ist das natürlich schon passiert. Schande über mein Haupt. Manchmal habe ich nur das Gefühl, dass vereinzelte und unbelehrbare Kollegen gewisse Aktionen mit Absicht provozieren. Für mich habe ich deshalb beschlossen, diesem Risiko bewusst aus dem Weg zu gehen, auch wenn das für mich eine Landung bereits nach 30 Minuten bedeutet. Große Pulks mit chaotischen Zuständen werde ich in Zukunft erst gar nicht mehr anfliegen.
Ansonsten kann ich jedem das Stubaital, insbesondere den 11er (Neustift), empfehlen. Besorgt Euch einfach die jährliche Einweisungskrate bei der Flugschule Parafly direkt am Landeplatz und genießt die wunderschöne Landschaft aus der Vogelperspektive.
Die Landschaft in Stubaital ist unfassbar schön und das hat mich so beeindruckt, dass ich unbedingt zum Fliegen wieder kommen wollte. Jetzt war es so weit. Vor allem die malerische grüne Oase im Endanflug hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Unfassbar schönes Stück Paradies. Ich habe stets die letzten paar hundert Höhenmeter so intensiv wie noch nie genossen und die ganze farbliche Pracht regelrecht mit den Augen aufgesaugt. Meistens bin ich bei weniger als 200 m AGL (zum Landeplatz) mental schon im Lande-Modus, da der Flug dem Ende neigt. Nicht in Stubaital. Hier sind Genussmomente bis zur letzten Sekunde garantiert. Einmal über den Gipfel aufgedreht, sieht die Landschaft komplett anders aus. Geschuldet durch eine höhere Lage und durch den noch vorhandenen Gletscher ist das Landschaftsbild genau das Gegenteil vom Tal. Die Landschaft ist geprägt vom hochalpinen Gelände. Vielleicht macht genau diese Abwechslung das Fluggebiet für viele Piloten auch so reizvoll. Mir gefällt es! Das Wochenende mit gutem Flugwetter haben natürlich auch viele anderen Piloten genutzt, um nach Stubai zu kommen. In der Luft beim Kurbeln musste man stark aufpassen. Immer wieder gab es vereinzelte Piloten, die kreuz und quer geflogen sind. Unfassbar wie rücksichtslos einzelne Menschen doch sind. Am Sonntag war das für mich der Grund wieder aus dem schönen Thermikbart auszusteigen und wieder zu landen. Entweder sind die Leute nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Flugregeln „Thermikkreisenden muss man immer ausweichen“, „alle drehen in die gleiche Richtung wie der erste Thermik-Pilot“, oder die Leute sind nicht im VFR, sondern im anspruchsvollen IFR Modus unterwegs. So ein Vario mit buntem Bildschirm ist ja auch viel interessanter als die Aussicht in Flugrichtung. Ich hoffe nur, dass es nicht zu solchen massenhaften Ego-Aktionen wie bereits im Straßenverkehr kommt. Wir befinden uns mit dem Gleitschirm in der dritten Dimension. Da gibt es keinen Blechschaden. Nach dem Zusammenstoß interessiert sich keiner dafür wer im Recht war und wer nicht. Man kann nicht schnell abbremsen und rechts ran fahren, um den Blutdruck wieder zu senken. Bei uns stürzt man nach einer Kollision einfach ab!
Leider habe ich dieses Ego-Verhalten schon öfters angetroffen, meistens dort wo das Fluggebiet von Gleichgesinnten stark frequentiert ist. Egal ob in Deutschland, Österreich oder Frankreich. Ein Fehler kann natürlich jedem Piloten passieren und man übersieht schnell jemanden neben, unter oder auch über sich. Vor allem in einem größeren Pulk wo viele Piloten kreuz und quer fliegen. „Wer wahr bitte hier der bzw. die erste Thermikkreisende?“ Oder man schätzt die Situation ganz falsch ein. Auch mir ist das natürlich schon passiert. Schande über mein Haupt. Manchmal habe ich nur das Gefühl, dass vereinzelte und unbelehrbare Kollegen gewisse Aktionen mit Absicht provozieren. Für mich habe ich deshalb beschlossen, diesem Risiko bewusst aus dem Weg zu gehen, auch wenn das für mich eine Landung bereits nach 30 Minuten bedeutet. Große Pulks mit chaotischen Zuständen werde ich in Zukunft erst gar nicht mehr anfliegen.
Ansonsten kann ich jedem das Stubaital, insbesondere den 11er (Neustift), empfehlen. Besorgt Euch einfach die jährliche Einweisungskrate bei der Flugschule Parafly direkt am Landeplatz und genießt die wunderschöne Landschaft aus der Vogelperspektive.




