Ich habe bereits als Kind alles stehen und liegen gelassen, sobald irgendwelche Luftaktivitäten über meinem Kopf stattgefunden haben. Immer den Blick nach oben gerichtet, fragend wie es wohl ist, der eine Pilot im Flugzeug zu sein und über dem Boden wie ein Vogel zu fliegen. Diese Faszination ist mir bis heute geblieben.
Seit meiner Kindheit habe ich immer wieder den gleichen Traum durchlebt. Ich konnte alleine durch meine Willenskraft fliegen. Diese Flugträume haben sich so unheimlich real angefühlt, dass ich immer mit einem breiten Grinsen aufgewacht bin. Die Luftfahrt hat mich seit dem ich mich erinnern kann, auf eine magische Art fasziniert. So empfinden wahrscheinlich viele Menschen, aber bei mir war die Faszination Fliegen doch etwas stärker ausgeprägt.
Im Alter von ca. 8 Jahren bin ich immer wieder heimlich zum 5 km entfernten Flugplatz geschlichen. Dabei bin ich stets über den meterhohen Stacheldrahtzaun geklettert und anschließend mich im hohen Gras neben der Start- bzw. Landebahn versteckt. Nur von Außen zusehen hatte mir damals schon nicht ausgereicht. Meistens habe ich bei dieser Aktion irgendwelche Schrammen zugezogen, aber das war es mir jedes Mal wert, das einzige Flugzeug in der Gegend beim Starten und Landen aus direkter Nähe zu beobachten. Stundenlang habe ich im hohen Gras verbracht, bis meine Neugier und Fantasie gestillt war. Somit hat das alte Ungetüm meine Faszination zum Fliegen während meiner Kindheit stark geprägt. Andere Flugzeuge kannte ich nur aus Büchern und aus dem Fernsehen.
Zwischen Ausbildung, Studium und anschließendem Arbeitsleben habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, wie ich letztendlich zum Fliegen komme. Eine lange Zeit war die Segelfliegerei die naheliegendste Lösung für mein Problem. Allerdings wollte ich nie einen erheblichen Anteil meiner Freizeit für die flugfreien Vereinsdienste opfern. Deshalb habe ich mit der Ausbildung zur Segelfluglizenz GPL andauernd hinausgezögert.
Im Dezember 2016 wurde ich von einem sehr guten Freund angesprochen, ob ich die Drachenflugausbildung mitmachen möchte. Bis zu diesem Zeitpunkt war meine Sichtweise für den Hängegleiter sehr beschränkt und ich belächelte anfangs noch diese Art zu Fliegen. Aus Neugier heraus fing ich an mich mit der Materie intensiver auseinander zu setzen.
Nach der anfänglichen Euphorie über die Möglichkeiten der Hängegleiter bin ich immer wieder bei der letzten Frage gelandet. Immer mehr habe ich die Nachteile bzw. die Parallelen zur Segelfliegerei gesehen. Flexibilität bei der Sportausübung war mir zu stark eingeschränkt.
Bei der Recherche über den Hängegleiter kommt man an der Gleitschirmszene nicht vorbei. Unmöglich! Obwohl ich die Gleitschirme in den Bergen bereits gesehen habe, wie sie an der Basis sozusagen parkten, hatte ich dem nie meine Aufmerksamkeit geschenkt. Vom Boden sieht die Gleitschirmfliegerei auch etwas unspektakulär aus. Allerdings lagen nach einer kurzen Recherche die Vorteile, wie z. B. die von mir gewünschte Flexibilität und Unabhängigkeit bei der Sportausübung, deutlich auf der Hand. Alleine schon die Möglichkeit, sein Fluggerät aus eigener Kraft auf den Berg hochtragen zu können, um damit anschließend einen Streckenflug zu absolvieren, schob diese Sportart in den Mittelpunkt meiner Neugierde. Der Aufwand für den Rücktransport bei einer Außenlandung ist im Vergleich zum Hängegleiter bzw. Segelflieger ebenfalls geringer. Diese Punkte haben mich dazu bewogen, mich mehr mit der Materie PARAGLIDING zu beschäftigen.
Den gesamten Winter habe ich damit verbracht, alle Informationen und Videos über Gleitschirmfliegen aufzusaugen, wie ein feuchter Schwamm. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich bereits unbewusst den Entschluss gefasst habe mit der Flugausbildung anzufangen. Also habe ich mich noch in den Wintermonaten, voller Vorfreude, zu einem Schnupperkurs in der nahegelegenen Flugschule angemeldet. Ich kann mich noch ganz genau an den ersten Flug am Übungshang erinnern. Dieser kurzer Hüpfer hat mich total überwältigt. Der Moment als ich den Boden unter mir nicht mehr spürte, war einfach magisch. Es gab kein zurück mehr, ich konnte und möchte nicht auf dieses Freiheitsgefühl mehr verzichten.
Der Unterschied zwischen Gleitschirmfliegen und anderen Flugsportarten ist ganz einfach erklärt. Gleitschirmfliegen ist leiser, direkter, intensiver, minimalistischer, langsamer, emotionaler und vor allem naturnaher als alle anderen Flugsportarten. Jeder der bereits das Vergnügen hatte mit Greifvögeln in einer Thermikblase zusammen zu kreisen, wird meine Aussage bestätigen können. Was ich mir zusätzlich für die Zukunft sogar vorstellen könnte, ist eine Weiterbildung zur Ultraleicht-Motorschirm-Lizenz. An nicht thermischen Tagen, ein idealer Ausgleich bei uns im Flachland.
Seit 2017 besitze ich den Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer. Seit 2017 hatte ich keine Flugträume mehr. Ich denke, ich lebe bereits meinen Traum vom Fliegen.
Im Alter von ca. 8 Jahren bin ich immer wieder heimlich zum 5 km entfernten Flugplatz geschlichen. Dabei bin ich stets über den meterhohen Stacheldrahtzaun geklettert und anschließend mich im hohen Gras neben der Start- bzw. Landebahn versteckt. Nur von Außen zusehen hatte mir damals schon nicht ausgereicht. Meistens habe ich bei dieser Aktion irgendwelche Schrammen zugezogen, aber das war es mir jedes Mal wert, das einzige Flugzeug in der Gegend beim Starten und Landen aus direkter Nähe zu beobachten. Stundenlang habe ich im hohen Gras verbracht, bis meine Neugier und Fantasie gestillt war. Somit hat das alte Ungetüm meine Faszination zum Fliegen während meiner Kindheit stark geprägt. Andere Flugzeuge kannte ich nur aus Büchern und aus dem Fernsehen.
Zwischen Ausbildung, Studium und anschließendem Arbeitsleben habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, wie ich letztendlich zum Fliegen komme. Eine lange Zeit war die Segelfliegerei die naheliegendste Lösung für mein Problem. Allerdings wollte ich nie einen erheblichen Anteil meiner Freizeit für die flugfreien Vereinsdienste opfern. Deshalb habe ich mit der Ausbildung zur Segelfluglizenz GPL andauernd hinausgezögert.
Im Dezember 2016 wurde ich von einem sehr guten Freund angesprochen, ob ich die Drachenflugausbildung mitmachen möchte. Bis zu diesem Zeitpunkt war meine Sichtweise für den Hängegleiter sehr beschränkt und ich belächelte anfangs noch diese Art zu Fliegen. Aus Neugier heraus fing ich an mich mit der Materie intensiver auseinander zu setzen.
- Wie hoch kann man damit fliegen?
- Wie weit kann man damit fliegen?
- Wann kann man damit fliegen?
- Wo kann man damit fliegen?
- Ist man beim Fliegen unabhängig? usw.
Nach der anfänglichen Euphorie über die Möglichkeiten der Hängegleiter bin ich immer wieder bei der letzten Frage gelandet. Immer mehr habe ich die Nachteile bzw. die Parallelen zur Segelfliegerei gesehen. Flexibilität bei der Sportausübung war mir zu stark eingeschränkt.
Bei der Recherche über den Hängegleiter kommt man an der Gleitschirmszene nicht vorbei. Unmöglich! Obwohl ich die Gleitschirme in den Bergen bereits gesehen habe, wie sie an der Basis sozusagen parkten, hatte ich dem nie meine Aufmerksamkeit geschenkt. Vom Boden sieht die Gleitschirmfliegerei auch etwas unspektakulär aus. Allerdings lagen nach einer kurzen Recherche die Vorteile, wie z. B. die von mir gewünschte Flexibilität und Unabhängigkeit bei der Sportausübung, deutlich auf der Hand. Alleine schon die Möglichkeit, sein Fluggerät aus eigener Kraft auf den Berg hochtragen zu können, um damit anschließend einen Streckenflug zu absolvieren, schob diese Sportart in den Mittelpunkt meiner Neugierde. Der Aufwand für den Rücktransport bei einer Außenlandung ist im Vergleich zum Hängegleiter bzw. Segelflieger ebenfalls geringer. Diese Punkte haben mich dazu bewogen, mich mehr mit der Materie PARAGLIDING zu beschäftigen.
Den gesamten Winter habe ich damit verbracht, alle Informationen und Videos über Gleitschirmfliegen aufzusaugen, wie ein feuchter Schwamm. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich bereits unbewusst den Entschluss gefasst habe mit der Flugausbildung anzufangen. Also habe ich mich noch in den Wintermonaten, voller Vorfreude, zu einem Schnupperkurs in der nahegelegenen Flugschule angemeldet. Ich kann mich noch ganz genau an den ersten Flug am Übungshang erinnern. Dieser kurzer Hüpfer hat mich total überwältigt. Der Moment als ich den Boden unter mir nicht mehr spürte, war einfach magisch. Es gab kein zurück mehr, ich konnte und möchte nicht auf dieses Freiheitsgefühl mehr verzichten.
Der Unterschied zwischen Gleitschirmfliegen und anderen Flugsportarten ist ganz einfach erklärt. Gleitschirmfliegen ist leiser, direkter, intensiver, minimalistischer, langsamer, emotionaler und vor allem naturnaher als alle anderen Flugsportarten. Jeder der bereits das Vergnügen hatte mit Greifvögeln in einer Thermikblase zusammen zu kreisen, wird meine Aussage bestätigen können. Was ich mir zusätzlich für die Zukunft sogar vorstellen könnte, ist eine Weiterbildung zur Ultraleicht-Motorschirm-Lizenz. An nicht thermischen Tagen, ein idealer Ausgleich bei uns im Flachland.
Seit 2017 besitze ich den Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer. Seit 2017 hatte ich keine Flugträume mehr. Ich denke, ich lebe bereits meinen Traum vom Fliegen.
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