Wer zum Gleitschirmfliegen ein gutes Funkgerät (kein Flugfunk) sucht, der hat viel Qual bei der riesigen Auswahl auf dem Markt. Je nachdem, ob das eigene Funkgerät für die Flugschule bzw. Flugreise oder auch für das Zusammenfliegen mit Freunden benötigt wird, kann man schnell zum falschen und nicht kompatiblen Gerät greifen. Zur freien Nutzung stehen nur die Jedermann-Funkanwendungen. Zu Jedermann-Funkanwendungen gehören CB, SRD bzw. LPD, Freenet, PMR446 und DMR446 Geräte.
Immer noch funken viele Flugschulen in Deutschland und Österreich auf veralteten LPD Frequenzen. Manche Schleppvereine nutzen ebenfalls diese LPD Frequenzen, weil die Anschaffung der Funkgeräte in den 1990 oder 2000 Jahren stattfand. Beim LPD stehen insgesamt 69 vorkonfigurierte Frequenzen (Kanäle) zwischen 433,05 MHz und 434,79 MHz zur Verfügung bereit. Die Sendeleistung ist auf 0,01 Watt limitiert. Die Nutzung der LPD Geräte ist in Deutschland vorerst bis zum 31. Dezember 2022 erlaubt. Eigentlich möchte die EU diese Frequenzen auslaufen lassen. Eine Nutzung innerhalb der EU ist nur noch in Deutschland, Österreich und Niederlande erlaubt. Bei einer Neuanschaffung sollte diese Tatsache berücksichtigt werden.
Als Ersatz für den LPD-Funk gilt innerhalb der EU der PMR-Funk. Beim PMR-Funk wird eine maximale Sendeleistung von 0,5 Watt erreicht. Das ist das 50fache vom LPD-Funk. Allerdings stehen hier nur 8 bzw. 16 vorkonfigurierte Frequenzen (Kanäle) zwischen 446,00625 MHz und 446,19375 MHz bereit. Hört sich erstmal nach sehr wenig an. Aber durch den Einsatz von 38 CTCSS bzw. 104 DCS Unterkanälen, entstehen weit über 2.000 Kombinationen für ungestörte, aber nicht private Unterhaltungen.
In diesem PMR Segment gibt es unzählige Hersteller wie Motorola, Kenwood, Midland, Wouxun, Retevis, ICOM, Albrecht und Alinco mit teils guten Internetbewertungen. Ich habe mir am Anfang meines Fliegerlebens ein Motorola TLKR T92 H2O PMR Funkgerät gekauft. Geworben wurde mit bis zu 10 km Reichweite. Bei einem Entfernungstest (Boden-Boden) musste ich bereits nach magischen 500 m Entfernung am Stadtrand, die Grenzen von diesem Funkgerät feststellen. Das zweite Aha-Erlebnis hatte ich in Österreich bei einer Höhenflugschulung. Die Flugschule benutze immer noch die LPD Frequenzen. Mein Funkgerät konnte nur 8 PMR Kanäle. Also waren die Geräte nicht miteinander kompatibel. Es war ein sehr frustrierendes Erlebnis. Das Motorola Funkgerät habe ich wieder verkauft.
Es gibt Geräte auf dem Markt, die beide Frequenzen (LPD und PMR) abdecken. Mein Favorit ist das Midland G9 Pro Funkgerät. Unterstützt werden 16 PMR und 69 LPD Kanäle, wodurch eine Kompatibilität für Flugreisen, Windenschlepp und Fliegen mit Freunden auch in Zukunft gewährleistet wird. Zudem gibt es viel Zubehör für die Midland Funkgeräte. Das G9 Pro ist zudem noch gegen allseitiges Spritzwasser (nach IPX4-Kennziffer) geschützt. Beim gleichen Entfernungstest (Boden-Boden) habe ich eine Reichweite von 2,5 km erreicht. Dafür dass als Hindernis ein paar Gebäude, ein Parkhaus, eine Wiese, eine Autobahnbrücke und ein Waldabschnitt dazwischen waren, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Die besten Ergebnisse erreicht man natürlich bei einer Luft-Luft oder Luft-Boden Verbindung. In der Luft können durchaus Sprechverbindungen bis zu 10 km Entfernung erreicht werden. Vorausgesetzt es sind keine Berge im Weg. Eine Inversionslage kann sich ebenfalls negativ auf die Entfernung auswirken. Die Sprachqualität ist meistens sehr gut.
Auf der Suche nach einem passenden Funkgerät im Internet, kann außerdem schnell zum Amateurfunkgerät gegriffen werden, ohne zu wissen, dass die Nutzung ohne nötige Amateurfunklizenz strafbar ist. Vor allem sind Geräte wie Baofeng bei Amazon und Ebay sehr günstig zu haben und nicht immer als Amateurfunkgeräte gekennzeichnet. Sie sind im 2m/70cm Band frei programmierbar und versprechen bis zu 5 Watt Sendeleistung. Dadurch ergeben sich theoretisch auch weitere Sendestrecken. Das Problem dabei ist, dass diese Geräte ebenfalls auch für Amateurfunker auf verboteten Frequenzen senden und empfangen können. Ohne Hintergrundwissen, kann man mit diesen freiprogrammierbaren Geräten viel Unfug anstellen.
Bei Gleitschirmwettkämpfen werden diese Funkgeräte im 2m Band gerne als reiner Empfänger von den Piloten genutzt, um zu erfahren, wenn der Abbruch eines Durchganges wegen schlechten Flugbedienungen bekannt gegeben wird. Dafür sind die Teile ausreichend geeignet. Senden mit diesen Geräten darf man in Deutschland und vielen anderen EU-Ländern nicht, ohne ein abgelegtes Amateurfunkzeugnis zu besitzen. In Österreich werden die Funkgeräte im 2m-Band polizeilich verfolgt. Bei der Benutzung im europäischen Ausland muss man sich also vorher über die örtlichen Gesetze genau informieren. Also lieber die Finger davon lassen. 🧐 Es gibt sehr gute und legale Alternativen auf dem Markt: z.B. MIDLAND G9 PRO.
Ein CB-Funk mit einer Sendeleistung von 4 Watt würde sich theoretisch auch für Gleitschirmfliegen eignen. Praktisch eher nicht. Obwohl damit gute Reichweiten erreicht werden können, sind die tragbaren Geräte relativ groß und schwer. Zudem habe ich noch niemanden getroffen, der mit einem CB-Funk unterwegs ist. Das ist vielleicht wie mit WhatsApp. Alle schimpfen darüber und es gibt genügend Alternativen, aber man nutzt es trotzdem wegen der Mehrheit der Nutzer.
Je nach Hersteller können die Abmessungen von Lautsprecher-Mikrofonen sich deutlich unterscheiden. Das Midland Mikrofon MA 26-XL ist im Vergleich zu der Konkurrenz fast um die Hälfte kleiner und besitzt zusätzlich eine Lautstärkeregelung direkt am Gehäuse. Beim Gleitschirmfliegen ist das ziemlich praktisch. Bei viel Geplapper auf der Frequenz kann man schnell und einfach die Lautstärke reduzieren und sich auf das Fliegen konzentrieren.
Dagegen ist die Halteklammer auf der Rückseite von Midland Mikrofon MA 26-XL aus einfachem Kunststoff und ist eher auf der schwächeren Seite angesiedelt. Bei Radioddity ist die Halteklammer aus stabilem Stahl angefertigt und kann noch zusätzlich um die Achse gedreht werden. Sehr praktisch!
Immer noch funken viele Flugschulen in Deutschland und Österreich auf veralteten LPD Frequenzen. Manche Schleppvereine nutzen ebenfalls diese LPD Frequenzen, weil die Anschaffung der Funkgeräte in den 1990 oder 2000 Jahren stattfand. Beim LPD stehen insgesamt 69 vorkonfigurierte Frequenzen (Kanäle) zwischen 433,05 MHz und 434,79 MHz zur Verfügung bereit. Die Sendeleistung ist auf 0,01 Watt limitiert. Die Nutzung der LPD Geräte ist in Deutschland vorerst bis zum 31. Dezember 2022 erlaubt. Eigentlich möchte die EU diese Frequenzen auslaufen lassen. Eine Nutzung innerhalb der EU ist nur noch in Deutschland, Österreich und Niederlande erlaubt. Bei einer Neuanschaffung sollte diese Tatsache berücksichtigt werden.
Als Ersatz für den LPD-Funk gilt innerhalb der EU der PMR-Funk. Beim PMR-Funk wird eine maximale Sendeleistung von 0,5 Watt erreicht. Das ist das 50fache vom LPD-Funk. Allerdings stehen hier nur 8 bzw. 16 vorkonfigurierte Frequenzen (Kanäle) zwischen 446,00625 MHz und 446,19375 MHz bereit. Hört sich erstmal nach sehr wenig an. Aber durch den Einsatz von 38 CTCSS bzw. 104 DCS Unterkanälen, entstehen weit über 2.000 Kombinationen für ungestörte, aber nicht private Unterhaltungen.
In diesem PMR Segment gibt es unzählige Hersteller wie Motorola, Kenwood, Midland, Wouxun, Retevis, ICOM, Albrecht und Alinco mit teils guten Internetbewertungen. Ich habe mir am Anfang meines Fliegerlebens ein Motorola TLKR T92 H2O PMR Funkgerät gekauft. Geworben wurde mit bis zu 10 km Reichweite. Bei einem Entfernungstest (Boden-Boden) musste ich bereits nach magischen 500 m Entfernung am Stadtrand, die Grenzen von diesem Funkgerät feststellen. Das zweite Aha-Erlebnis hatte ich in Österreich bei einer Höhenflugschulung. Die Flugschule benutze immer noch die LPD Frequenzen. Mein Funkgerät konnte nur 8 PMR Kanäle. Also waren die Geräte nicht miteinander kompatibel. Es war ein sehr frustrierendes Erlebnis. Das Motorola Funkgerät habe ich wieder verkauft.
Es gibt Geräte auf dem Markt, die beide Frequenzen (LPD und PMR) abdecken. Mein Favorit ist das Midland G9 Pro Funkgerät. Unterstützt werden 16 PMR und 69 LPD Kanäle, wodurch eine Kompatibilität für Flugreisen, Windenschlepp und Fliegen mit Freunden auch in Zukunft gewährleistet wird. Zudem gibt es viel Zubehör für die Midland Funkgeräte. Das G9 Pro ist zudem noch gegen allseitiges Spritzwasser (nach IPX4-Kennziffer) geschützt. Beim gleichen Entfernungstest (Boden-Boden) habe ich eine Reichweite von 2,5 km erreicht. Dafür dass als Hindernis ein paar Gebäude, ein Parkhaus, eine Wiese, eine Autobahnbrücke und ein Waldabschnitt dazwischen waren, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Die besten Ergebnisse erreicht man natürlich bei einer Luft-Luft oder Luft-Boden Verbindung. In der Luft können durchaus Sprechverbindungen bis zu 10 km Entfernung erreicht werden. Vorausgesetzt es sind keine Berge im Weg. Eine Inversionslage kann sich ebenfalls negativ auf die Entfernung auswirken. Die Sprachqualität ist meistens sehr gut.
Auf der Suche nach einem passenden Funkgerät im Internet, kann außerdem schnell zum Amateurfunkgerät gegriffen werden, ohne zu wissen, dass die Nutzung ohne nötige Amateurfunklizenz strafbar ist. Vor allem sind Geräte wie Baofeng bei Amazon und Ebay sehr günstig zu haben und nicht immer als Amateurfunkgeräte gekennzeichnet. Sie sind im 2m/70cm Band frei programmierbar und versprechen bis zu 5 Watt Sendeleistung. Dadurch ergeben sich theoretisch auch weitere Sendestrecken. Das Problem dabei ist, dass diese Geräte ebenfalls auch für Amateurfunker auf verboteten Frequenzen senden und empfangen können. Ohne Hintergrundwissen, kann man mit diesen freiprogrammierbaren Geräten viel Unfug anstellen.
Der Empfang von Amateurfunksendungen und der Besitz von Amateurfunkgeräten ist in Deutschland jedermann gestattet. Für den Betrieb eines Senders einer Amateurfunkstelle sind jedoch besondere Kenntnisse und eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst mit personengebundener Rufzeichenzuteilung erforderlich.
Quelle: Bundesnetzagentur
Bei Gleitschirmwettkämpfen werden diese Funkgeräte im 2m Band gerne als reiner Empfänger von den Piloten genutzt, um zu erfahren, wenn der Abbruch eines Durchganges wegen schlechten Flugbedienungen bekannt gegeben wird. Dafür sind die Teile ausreichend geeignet. Senden mit diesen Geräten darf man in Deutschland und vielen anderen EU-Ländern nicht, ohne ein abgelegtes Amateurfunkzeugnis zu besitzen. In Österreich werden die Funkgeräte im 2m-Band polizeilich verfolgt. Bei der Benutzung im europäischen Ausland muss man sich also vorher über die örtlichen Gesetze genau informieren. Also lieber die Finger davon lassen. 🧐 Es gibt sehr gute und legale Alternativen auf dem Markt: z.B. MIDLAND G9 PRO.
Ein CB-Funk mit einer Sendeleistung von 4 Watt würde sich theoretisch auch für Gleitschirmfliegen eignen. Praktisch eher nicht. Obwohl damit gute Reichweiten erreicht werden können, sind die tragbaren Geräte relativ groß und schwer. Zudem habe ich noch niemanden getroffen, der mit einem CB-Funk unterwegs ist. Das ist vielleicht wie mit WhatsApp. Alle schimpfen darüber und es gibt genügend Alternativen, aber man nutzt es trotzdem wegen der Mehrheit der Nutzer.
Sinnvollles Zubehör
Um im Flug nicht mit dem Funk hantieren zu müssen, eignen sich externe Lautsprecher-Mikrofone. Befestigt werden diese in der Regel am Schultergurt vom Gurtzeug oder direkt am Cockpit. Das Funkgerät kann dabei in irgendeiner Tasche sicher verstaut werden.Je nach Hersteller können die Abmessungen von Lautsprecher-Mikrofonen sich deutlich unterscheiden. Das Midland Mikrofon MA 26-XL ist im Vergleich zu der Konkurrenz fast um die Hälfte kleiner und besitzt zusätzlich eine Lautstärkeregelung direkt am Gehäuse. Beim Gleitschirmfliegen ist das ziemlich praktisch. Bei viel Geplapper auf der Frequenz kann man schnell und einfach die Lautstärke reduzieren und sich auf das Fliegen konzentrieren.
Dagegen ist die Halteklammer auf der Rückseite von Midland Mikrofon MA 26-XL aus einfachem Kunststoff und ist eher auf der schwächeren Seite angesiedelt. Bei Radioddity ist die Halteklammer aus stabilem Stahl angefertigt und kann noch zusätzlich um die Achse gedreht werden. Sehr praktisch!